Der Unterschied zwischen Mann und Frau

thumb SQ Becken Mann und Frau 2015Die Becken von Mann und Frau unterscheiden sich allein aufgrund der Tatsache, dass ein Frauenbecken eine Geburt ermöglichen muss. Für uns interessant ist allerdings die Auflage auf dem Fahrradsattel – und hier ist der Unterschied geringer als oftmals angenommen.
Das von uns entwickelte Konzept, den Abstand der Sitzknochen zu messen, lieferte uns interessante Erkenntnisse. Aussagekräftige Statistiken über den für den Sattel relevanten Sitzknochenabstand gab es bislang nicht. Bei der Internetrecherche zum Thema Sitzknochen findet sich sehr viel über z.B. Schäferhunde, aber so gut wie gar nichts über den Menschen. Die von uns über Jahre entwickelte Statistik ergibt, dass der Sitzknochenabstand bei Männern im Bereich von 6 cm bis 16 cm liegt und bei Frauen zwischen 9 cm und 17 cm.
Der bislang kaum beachtete anatomische Unterschied des bei Frauenbecken meist deutlich tieferliegenden Schambeinbogens führt häufig zu unangenehmen Druckstellen auf der Sattelnase.
Es gibt also viele Frauen mit sehr kleinem Sitzknochenabstand und viele Männer mit sehr großem Abstand. Eine Vermessung des Sitzknochenabstands beim SQlab Fachhändler erleichtert die richtige Sattelwahl und erspart unnötige Testfahrten. Unterschiedliche Sättel für Damen und Herren sind mit dem SQlab Sattelkonzept nicht mehr zwingend nötig! Die tieferliegende Sattelnase entlastet die typische Problemzone des Mannes, den Dammbereich und ca. 2 cm weiter vorne die Druckstelle weiblicher Schambeinbogen und Sattelnase. (Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist mit gerade mal 2 cm wohl doch noch etwas kleiner als oftmals angenommen.)

Studie über spezielle Frauensättel
Die Deutsche Sporthochschule Köln hat eine Studie mit Druckmessungen an Frauen mit zwei unterschiedlichen Sätteln (Gelsattel und Lochsattel) in verschiedenen Sitzpositionen durchgeführt. Keiner der getesteten Sättel zeigt eine zufriedenstellende Entlastung im wesentlichen Bereich Schambeinbogen/Sattelnase. Die Ergebnisse decken sich mit den Ergebnissen unserer eigenen Studien im SQLabor. Das SQlab Sattelbreitensystem - in Kombination mit der tieferliegenden Sattelnase des SQlab Stufensattels - ist also nicht nur für den Mann die erste Wahl, sondern entlastet auch die typischen Druckstellen der Frau auf dem Sattel. Somit sind spezielle Frauensättel aufgrund unterschiedlicher Geometrien und Sitzpositionen von Mann und Frau nicht mehr zwingend nötig.

Eine der wenigen Studien zum Thema Frauensättel 

Ergebnis:
Der Sattel mit Loch verteilt den Druck über eine kleinere Fläche, mit hohem Druck an den Seiten des Lochs.
Deshalb hat der Lochsattel keinen positiven Einfluss auf den Gesamtdruck, sondern zentralisiert den Druck auf einen Bereich in dem der Blutfluß und die Lymphgefäße der äußeren Genitalien der Frau potentiell gefährdet sind. Auf dem Sattel mit Loch kann hoher Druck an den Seiten des Lochs auftreten und damit Teile der Labia Majora komprimieren. Im zentralen Teil des Sattels kann die Labia Majora in der Mitte des Lochs hängen bleiben. Derartige Kompression auf einer kleinen Fläche an den Zentren beider Labias kann die Haut und das Lymphsystem schädigen, die Nerven komprimieren und den Blutfluß schädigen. Das passiert nicht bei dem flachen Sattel mit Gel.

Eine weitere im Jahr 2011 veröffentlichte und damit noch sehr aktuelle wissenschaftliche Studie zum Thema Frauen und Fahrradsättel.
Die Ergebnisse decken sich auch hier wieder weitgehend mit der ersten Studie und mit unseren Ergebnissen.

Women’s bike seats: a pressing matter for competitive female cyclists
Marsha K. Guess, MD,1 Sarah N. Partin, BA,2 Steven Schrader, PhD,3 Brian Lowe, PhD,3 Julie LaCombe, MD,4 Susan Reutman, PhD,3 Andrea Wang, MD,5 Christine Toennis, BS,3 Arnold Melman, MD,6 Madgy Mikhail, MD,7 and Kathleen A. Connell, MD1

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4343541/

Ergebnis:

Lochsättel und schmale Sättel haben negative Auswirkungen auf den Satteldruck bei weiblichen Radfahrerinnen.

Perfekt im Sattel sitzen
Studie der Deutschen Sporthochschule Köln bestätigt das SQlab Sattelbreitensystem
Eine ganz aktuelle weitere wissenschaftliche Studie bestätigt das seit 2002 bewährte SQlab Sattelbreiten- und Stufensattelsystem. In diesem Fall ist es eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln, welche die Anforderungen an einen optimalen Sattel anhand von drei Kernpunkten analysiert hat: geschlechtsspezifische Besonderheiten, Abstand der Sitzknochen sowie Druckverteilung bei unterschiedlichen Fahrpositionen.
Die Kölner Wissenschaftler haben je 120 weibliche und männliche Probanden vermessen. Die Ergebnisse der zweijährigen Untersuchung führen zu dem Schluss, dass für Männer und Frauen keine unterschiedlichen Sättel nötig sind, stattdessen kommt es auf den Sitzknochenabstand und die Sitzposition an. Diese Erkenntnis bestätigt das SQlab Unisex-Sattelkonzept ebenso wie das Sattelbreitensystem, das wir bei SQlab bereits seit 13 Jahren erfolgreich nutzen.


SQlab WebInlineImage Becken Frau DE

Druck Schambeinbogen/Sattelnase

Das Problem tritt gerne bei Frauen auf! Der tieferliegende weibliche Schambeinbogen drückt dabei auf die Sattelnase.

Lösungen:

  • Der SQlab Stufensattel mit abgesenkter Sattelnase reduziert den Druck gleichmäßig.

  • Den Sattel nach vorne/unten zu neigen hat den gleichen Effekt – die Fahrerin rutscht allerdings nach vorne in den schmalen Sattelbereich ab.

  • Eine aufrechtere Sitzposition hebt das Schambein an.

Wichtig: Sattelbreite erneut überprüfen!

Druckmessbild Unterschied Frau klassischer Racesattel CMYK 100pxTypisches Druckmessbild einer Frau in sportlicher Sitzposition auf einem geraden, klassischen Race-Sattel mit deutlicher Druckspitze an Schambeinbogen/ Sattelnase.

 

Druckmessbild 612 alt Frau CMYK 100pxDruckmessbild einer durchschnittlich gebauten Frau in sportlicher Haltung auf dem SQlab 612 - ohne Druckspitzen auf der Sattelnase.




Um die Webseite optimal gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwendet SQlab Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.