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Gibt es einen Unterschied zwischen einem Damen und einem Herren Fahrradsattel?

Eine Unterscheidung zwischen einem Damen und einem Herren Sattel ist bei einem Stufensattel nicht notwendig, denn entscheidend ist der Sitzknochenabstand. Mit der richtigen Sattelbreite ist garantiert, dass die Sitzknochen vollflächig auf dem Sattel aufliegen. Nur so können der empfindliche Dammbereich beim Mann und der meist tieferliegende Schambeinbogen der Frau entlastet werden.

Der anatomische Unterschied zwischen Mann und Frau

Das Becken von Mann und Frau unterscheiden sich vor allem durch die Tatsache, dass ein Frauenbecken eine Geburt ermöglichen muss.
Für uns interessant ist allerdings die Auflage auf dem Fahrradsattel – und hier ist der Unterschied geringer als oftmals angenommen. Das von uns entwickelte Konzept, den Abstand der Sitzknochen zu messen, lieferte uns interessante Erkenntnisse.
Aussagekräftige Statistiken über den für den Sattel relevanten Sitzknochenabstand gab es bislang nicht. Bei der Internetrecherche zum Thema Sitzknochen findet sich sehr viel über z. B. Schäferhunde, aber so gut wie gar nichts über den Menschen.
Die von uns über Jahre entwickelte Statistik ergibt, dass der Sitzknochenabstand bei Männern im Bereich von 6 cm bis 16 cm liegt und bei Frauen zwischen 9 cm und 17 cm.

Warum Sitzknochen vermessen? 

Die Sitzknochen dienen beim normalen Sitzen zur Aufnahme des Körpergewichts und können hohen Druck aufnehmen, dies sollte auch beim Radfahren so sein. Die Sitzknochen sind der unterste Punkt unseres Beckens und gehen von den Sitzbeinästen in die Schambeinäste über. Linker und rechter Schambeinast treffen sich im Schambeinbogen und bilden dort die Schambeinfuge. Je nach Sitzposition reicht die Auflagefläche von den großen Sitzbeinhöckern über die Sitzbeinäste und den Schambeinästen bis zum Schambeinbogen.

Das weit verzweigte Geflecht an Nerven- und Blutbahnen des Dammbereichs erstreckt sich vom Darmausgang über die Genitalien bis zum oberen Schambeinbogen. Seitlich reicht es bis über die oberen Schambeinäste. 

Diese können leichtes Gewicht aufnehmen – eine Druckreduktion ist aber dringend erforderlich. 

Durch das SQlab Breitenkonzept wird beim Fahrradfahren die Hauptlast des Körpergewichts auf die Sitzknochen gebracht. Eine gleichmäßige Druckreduzierung im Dammbereich und der oberen Schambeinästen wird über die abgesenkte Sattelnase des SQlab Stufensattelkonzeptes erreicht. 

Anatomische Erklärung: Becken & Sitzknochen


Der Unterschied zwischen Frau und Mann bei einem Fahrradsattel


Der bislang kaum beachtete anatomische Unterschied, ist der bei einem Frauenbecken meist deutlich tieferliegenden Schambeinbogen, der häufig zu unangenehmen Druckstellen auf der Sattelnase führt.
Es gibt also viele Frauen mit sehr kleinen Sitzknochenabstand und viele Männer mit sehr großem Abstand.
Eine Vermessung des Sitzknochenabstands beim SQlab Fachhändler erleichtert die richtige Sattelwahl und erspart unnötige Testfahrten. 

Daraus ergibt sich die wichtigste Regel für mehr Komfort und Entlastung auf dem Fahrradsattel: Sitzknochenabstand ausmessen!

Nur durch das Messen des Sitzknochenabstands und das errechnen der optimalen Sattelbreite ist garantiert, dass die Sitzknochen vollflächig auf dem Sattel aufliegen. Mit der zusätzlich tieferliegenden Sattelnase können der empfindliche Dammbereich bei Männern und der meist tieferliegende Schambeinbogen bei  der Frau entlastet werden. 

Unterschiedliche Sättel für Damen und Herren sind mit dem SQlab Sattelkonzept nicht mehr zwingend nötig! 

In 3 Schritten zum passenden Fahrradsattel für Frau und Mann

Das gilt es zu beachten:

1. Sitzknochen vermessen

2. Richtige Sattelbreite bestimmen 

3. Passende Sattelform zur Entlastung beachten 


Zu den Sätteln: 

Frauen & Fahrradsattel: Tipps & Tricks

Welcher Fahrradsattel ist der richtige für eine Frau?


Der richtige Fahrradsattel für eine Dame muss Wundheit, Taubheit und Schmerzen im Genitalbereich vermeiden. Wichtig ist hierbei, dass der Sitzknochenabstand ermittelt wird. Denn nur, wenn die Breite des Fahrradsattels stimmt, kann der Schambeinbereich der Frau und die wichtigen Nervenbahnen entlastet werden. Zusätzlich sollte auf die richtige Sattelform geachtet werden. Denn gerade bei Frauen ist oftmals ein erhöhter Druck auf dem tieferliegenden Schambeinbogen ein Problem, weil dieser auf die Sattelnase drückt.

Durch die SQlab Sitzknochenvermessung und das SQlab Stufensattelkonzept wird der Druck gleichmäßig reduziert.


Drei Tipps, worauf speziell Frauen bei dem Kauf eines Fahrradsattels achten sollten:

1. Sitzknochen vermessen

Mehr Informationen zur Sitzknochenvermessung

2. Sattelform beachten:

Um den Druck auf dem Schambeinbogen zu reduzieren, sollte darauf geachtet werden, dass die Sattelnase tiefergelegt ist.

Mehr Informationen zur Stufensattelform

3. Sattelhärte beachten:

Ist ein Sattel zu weich, sinken die Sitzknochen ein und lösen Schmerzen aus.

Mythos weicher Sattel


Schmerzen am Schambein beim Fahrradfahren?

Schambein Schmerzen beim Fahrradfahren treten bei Frauen durch ihren deutlich tieferliegenden Schambeinbogen auf. Unangenehme Druckstellen entstehen hier häufig durch einen zu hohen Druck der Sattelnase. Um den Druck vom Schambein zu nehmen ist es wichtig, einen Sattel mit einer tieferliegenden Sattelnase zu wählen. Diese sollte zudem möglichst flach sein, um eine maximale Auflagefläche zu bieten. 


SQlab Lösungen

  • Der SQlab Stufensattel mit abgesenkter Sattelnase reduziert den Druck gleichmäßig.
  • Den Sattel nach vorne/ unten zu neigen hat den gleichen Effekt, hier rutscht die Fahrerin allerdings nach vorne in den schmalen Sattelbereich ab.
  • Eine aufrechte Sitzposition hebt das Schambein an.
  • Wichtig: Sattelbreite erneut überprüfen!


Welcher Fahrradsattel bei Schmerzen am Steißbein?

Steißbein Schmerzen beim Fahrradfahren ist ein häufiges Problem bei Frauen, denn das weibliche Steißbein ist beweglicher und häufig empfindlicher als das männliche. Bei einer sehr aufrechten Sitzposition kommt das Steißbein dem Fahrradsattel sehr nahe. Hauptursachen hierfür sind meist zu schmale oder zu weiche Fahrradsättel. Um ein schmerzendes Steißbein - insbesondere bei Frauen - zu vermeiden, wird ein SQlab Stufensattel empfohlen. 




SQlab Lösungen

  • Der SQlab Stufensattel mit Druckverteilung nach medizinischen Gesichtspunkten auf den Sitzknochen
  • SQlab Sattelmodelle in unterschiedlichen Sattelhärten, abgestimmt auf Fahrdauer und Einsatzbereich


Studie über spezielle Frauensättel



Die Deutsche Sporthochschule Köln hat eine Studie mit Druckmessungen an Frauen mit zwei unterschiedlichen Sätteln (Gelsattel und Lochsattel) in verschiedenen Sitzpositionen durchgeführt. Keiner der getesteten Sättel zeigt eine zufriedenstellende Entlastung im wesentlichen Bereich -  Schambeinbogen/Sattelnase. Die Ergebnisse decken sich mit den Ergebnissen unserer eigenen Studien im SQLabor. Das SQlab Sattelbreitensystem - in Kombination mit der tieferliegenden Sattelnase des SQlab Stufensattels - ist also nicht nur für den Mann die erste Wahl, sondern entlastet auch die typischen Druckstellen der Frau auf dem Sattel. Somit sind spezielle Frauensättel aufgrund unterschiedlicher Geometrien und Sitzpositionen von Mann und Frau nicht mehr zwingend nötig.


Ergebnis der Studie

Der Sattel mit Loch verteilt den Druck über eine kleinere Fläche, mit hohem Druck an den Seiten des Lochs. Deshalb hat der Lochsattel keinen positiven Einfluss auf den Gesamtdruck, sondern zentralisiert den Druck auf einen Bereich in dem der Blutfluß und die Lymphgefäße der äußeren Genitalien der Frau potentiell gefährdet sind. Auf dem Sattel mit Loch kann hoher Druck an den Seiten des Lochs auftreten und damit Teile der Labia Majora komprimieren. Im zentralen Teil des Sattels kann die Labia Majora in der Mitte des Lochs hängen bleiben. Derartige Kompression auf einer kleinen Fläche an den Zentren beider Labias kann die Haut und das Lymphsystem schädigen, die Nerven komprimieren und den Blutfluß schädigen. Das passiert nicht bei dem flachen Sattel mit Gel.



Eine der wenigen Studien zum Thema Frauensättel 

Eine weitere im Jahr 2011 veröffentlichte wissenschaftliche Studie zum Thema Frauen und Fahrradsättel. Die Ergebnisse decken sich auch hier wieder weitgehend mit der ersten Studie und mit unseren Ergebnissen.

Women’s bike seats: a pressing matter for competitive female cyclists

Marsha K. Guess, MD,1 Sarah N. Partin, BA,2 Steven Schrader, PhD,3 Brian Lowe, PhD,3 Julie LaCombe, MD,4 Susan Reutman, PhD,3 Andrea Wang, MD,5 Christine Toennis, BS,3 Arnold Melman, MD,6 Madgy Mikhail, MD,7 and Kathleen A. Connell, MD1

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4343541/

Ergebnis: Lochsättel und schmale Sättel haben negative Auswirkungen auf den Satteldruck bei weiblichen Radfahrerinnen.


Perfekt im Sattel sitzen
Studie der Deutschen Sporthochschule Köln bestätigt das SQlab Sattelbreitensystem

Eine ganz aktuelle weitere wissenschaftliche Studie bestätigt das seit 2002 bewährte SQlab Sattelbreiten- und Stufensattelsystem. In diesem Fall ist es eine Studie der Deutschen Sporthochschule Köln, welche die Anforderungen an einen optimalen Sattel anhand von drei Kernpunkten analysiert hat: geschlechtsspezifische Besonderheiten, Abstand der Sitzknochen sowie Druckverteilung bei unterschiedlichen Fahrpositionen.

Die Kölner Wissenschaftler haben je 120 weibliche und männliche Probanden vermessen. Die Ergebnisse der zweijährigen Untersuchung führen zu dem Schluss, dass für Männer und Frauen keine unterschiedlichen Sättel nötig sind, stattdessen kommt es auf den Sitzknochenabstand und die Sitzposition an. Diese Erkenntnis bestätigt das SQlab Unisex-Sattelkonzept ebenso wie das Sattelbreitensystem, das wir bei SQlab bereits seit 13 Jahren erfolgreich nutzen.



Welche Fahrradhose für Damen?


Druckstellen, Hautreizungen bis hin zu Schmerzen. Die Alarmglocken sollen läuten! Den passenden Sattel zu finden, wenn man einige Dinge (wie schon beschrieben) beachtet. Doch jetzt gilt es noch die richtige Fahrradhose für Damen zu finden? Am besten mit einem dicken, weichen Polster? Auf gar keinen Fall!  

Denn die Sitzknochen dienen zur Aufnahme des Körpergewichtes und können einen hohen Druck aushalten. Ist ein Sattel zu weich, führt dies zum Einsinken der Sitzknochen. Dadurch wird empfindliches Gewebe, sowie Muskel- und Sehnenansätze gereizt. Das bedeutet, dass tief einsinkende Sitzknochen zu einer höheren Belastung auf dem tieferliegenden Schambeinbogen bei der Frau führen.

Doch genau hier stellt sich die Frage, warum wir straffe Sättel fahren, um dann wiederum durch dicke und supersofte Radhosenpolster einen weichen Sattel zu simulieren? 

Denn das Resultat ist das Gleiche: Einsinkende Sitzknochen, eingeschränkte Blutzufuhr und erhöhte Reibung.

Es gilt wie bei einem Sattel: je sportlicher, desto dünner und härter das Hosenpolster!


Die SQ-Pads sind für jeden Sitzknochenabstand universal geeignet. Dementsprechend steht bei kleineren Sitzknochenabständen das Polster rechts und links leicht über. Das kann bei einem harten Sattel zum Problem werden, aber bei einem 4 – 8 mm dünnen Hosenpolster sind das nur zwei kleine Stückchen Schaum, die sich an die Anatomie des Körpers anschmiegen.
Richtig, die Schaumschichten hätte man sich bei kleineren Sitzknochenabständen sparen können, aber stören tun sie nicht wirklich, ganz im Gegenteil: 
Die leichte Überbreite sorgt dafür, dass auch während der Tretbewegung die Sitzknochen satt auf dem Polster aufliegen und dieses nicht nach innen schieben.



SQlab Lösungen

  • Perfekte Passform: Hose muss eng anliegen, damit das Polster keine  Falten wirft
  • Dünnes, straffes Polster verhindert ein Einsinken der Sitzknochen 
  • Drei verschiedene Hosenpolster für jeden Einsatzbereich
  • Aufnahme der Scherkräfte durch eine medizinische TPE-Gelschicht